Girokonto Kündigen

Sind Sie daran interessiert Ihr Girokonto zu kündigen, können Sie durch einen Wechsel nur profitieren. Da sich der Girokontenmarkt in einem stetigen Wechsel befindet und sich Filial-und Direktbanken einem zunehmenden Wettbewerb gegenüberstehen, bringt das für Kunden mitunter einige Vorteile. Diese können durch einen Wechsel in Anspruch genommen werden.

Nach der Eröffnung eines neuen Kontos, empfiehlt es sich, dass alte zu kündigen. Gründe dafür bestehen darin, dass zum einen bei der Schufa die Konten vermerkt werden und zum anderen Kosten und Gebühren entstehen können, wenn der Kontowechsel nicht ordentlich vollzogen wurde.

 

Eine Kündigung erfolgt meistens in nur 4 Schritten:

  1. Angebotsvergleich und Eröffnung eines neuen Girokontos
  2. Alle Parteien über neue Kontoadresse informieren
  3. Überprüfung der Kontounterlagen
  4. Kündigung des alten Girokontos

Dieser Artikel geht noch weiter auf die genannten Punkte ein und gibt Ihnen zusätzliche Hintergrundinformationen, worauf Sie bei einem Wechsel achten sollten.

Finden eines neuen Girokontos

Durch einen entsprechenden Girokonto Vergleich können Sie herausfinden, welches Girokonto und welche Konditionen eines Girokontos am besten zu Ihnen passen. Es gibt viele unterschiedliche Angebote und somit auch viele versteckte zusätzliche Kosten. Aber auch in Puncto Guthabenzinsen lohnt sich ein Vergleich, einige Banken bieten attraktive Zinsen auf dem Girokonto an.

Achten Sie bei Ihrer Auswahl auf folgende Punkte und entscheiden Sie, welche davon für Sie am wichtigsten sind. Nicht alle Aspekte sind für jeden Kunden entscheidend:

  • Respektable Guthabenverzinsung
  • Kostenlose EC- und Kreditkarte
  • Niedrige Sollzinsen
  • Weltweit kostenloses Bargeldabheben mit einer Kreditkarte
  • Service vor Ort in einer Filiale oder Onlinebanking
  • Gebühren bei Abhebungen mit EC-oder Kreditkarte im Inland und Ausland

Banken, die viele dieser Punkte abdecken, sind beispielsweise die norisbank und die ING DiBa. Nehmen Sie sich die Zeit und führen Sie einen angemessenen Vergleich durch. Für welche Bank Sie sich letztendlich entscheiden, liegt in Ihren Händen.

Wichtiges Kriterium: Gebühren

Bei der Entscheidung für ein Girokonto, sollten, wie bereits angeführt wurde, stets die einzelnen Gebühren verglichen werden, für das Girokonto, aber auch für die dazugehörigen Karten.

  • In welchem Rahmen fallen Benutzungskosten an?
  • Werden Gebühren nur im Ausland oder auch im Inland verlangt?
  • Wie steht es mit Partnerkarten?
  • Unterscheiden sich die Gebühren von EC- und Kreditkarten voneinander?

Solche oder ähnliche Fragen spielen eine Rolle. Stellen Banken auch Partnerkarten zur Verfügung, sollten die dazugehörigen Konditionen entweder gleich oder günstiger zur ursprünglichen Karte sein. Keinesfalls höher. Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Kartenmodelle. Einige Karten sind gänzlich kostenlos, andere verlangen nur im Nicht-Europäischen Ausland eine Gebühr, oder bereits im Inland bei nicht bankeigenen Automaten.

Die einzelnen denkbaren Möglichkeiten sind nochmals für Sie aufgelistet. Bei der Auswahl des neuen Kontos mit Girokarte, können sie diese Modelle als Hilfestellung für Ihre Suche verwenden.

Kreditkarten

  • Nur innerhalb der Euro-Zone gebührenfrei
  • Weltweit kostenlose Bargeldabhebungen möglich

EC-Karten

  • Gebührenfreies Abheben in Europa
  • Kostenloser Bargeld-Bezug nur im Bankenverbund
  • Einige kostenlose Abhebungen weltweit

In Verbindung mit den Kreditkarten ist es ratsam sich zu überlegen, ob Sie sie hauptsächlich nur im Inland oder europäischen Ausland verwenden, oder eher außerhalb Europas. Die einzelnen Interessen können durchaus mit den unterschiedlichen Kreditkarten verbunden werden. Sich nur nach gebührenfreien Kreditkarten umzuschauen, ist für den Verbraucher auch nicht immer von Vorteil, da dieser Vorteil durch andere Gebühren oder Kosten wieder hinfällig werden kann. Überlegen Sie sich also genau, wofür Sie Ihre Karte gebrauchen möchten und entscheiden Sie dann anhand der Auswahl an Konten und der unterschiedlichen Gebühren, welche Karte und welches Konto dementsprechend für Sie das richtige ist.

Haben Sie ein passendes Angebot gefunden, können Sie Ihr neues Girokonto in der Bank eröffnen.

Zahlungspartner über Wechsel informieren

Sobald Sie alle Informationen zu Ihrem neuen Girokonto besitzen, sollten Sie so schnell wie möglich alle Zahlungspartner des Kontos über Ihre neue Kontoadresse informieren. Damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt, oder Sie jemanden vergessen, können Sie die Bankauszüge der letzten zwei bis drei Monate, oder noch länger zurückliegende Auszüge, zur Hand nehmen und schauen, wer regelmäßig auf Ihr Konto eingezahlt hat oder es regelmäßig belastet hat.

Welche Parteien könnten dies sein?

  • Arbeitgeber
  • Bafög-Amt
  • Rentenkasse
  • Banken, die regelmäßig Zinsen oder Dividenden überweisen
  • Familienkassen, Elterngeldstellen, Mieter
  • Unternehmen, Versicherungen oder Vereine, die eine Einzugsbevollmächtigung besitzen
  • Umleitung von Daueraufträgen

Empfehlenswert ist, dass Sie während der Umstellungsphase beide Konten mit ausreichend Guthaben gedeckt haben. So wird keine Zahlung vergessen und kein Konto kommt durch eine Abbuchung ins Minus. Nach vollständiger Umstellung können Sie dann das Restguthaben von Ihrem alten Konto auf Ihr neues Übertragen.

Online-Kontowechsel

Der Online-Kontowechsel ist eine Serviceleistung, die viele Banken bei einem Wechsel anbieten. Diese Anbieter können durch den Girokontenvergleich ebenfalls herausgefunden werden. Bei dieser Leistung können die Kontonutzer kostenlos Ihre Vertragspartner über den Wechsel informieren und vermeiden es jeden persönlich postalisch oder per E-Mail anzuschreiben. Diese Arbeit wird von den Banken-Systemen online abgewickelt.

Dieser Service dient vor allen Dingen Unternehmern, die regelmäßig Summen an Partner oder Mitarbeiter transferieren müssen und dafür meistens Lastschriftenverfahren oder Daueraufträge verwenden, als Vorteil.

Wer über viele Vertragspartner verfügt, ist mit dem Angebot gut bedient.

Überprüfung der Kontounterlagen

Haben sie vor, Ihr Konto in geraumer Zukunft zu kündigen und bereits ein neues eröffnet, sollten Sie die Kontoauszüge der letzten Monate bis zurück auf ein Jahr genauestens anschauen. Notieren Sie regelmäßige Zahlungsaus- und Eingänge. Ebenfalls Transaktionen, die nicht monatlich, sondern ggf. auch nur Vierteljährlich abgebucht werden. Das trifft beispielsweise auf Versicherungen zu. Werden diese Einrichtungen nicht informiert oder umgeleitet, können die Gelder nicht planmäßig überwiesen werden und es entstehen hohe Gebühren und Folgekosten für Sie. Durch den bereits erwähnten Online-Kontowechsel werden diese Faktoren von Anfang an vermieden, soweit der Service kostenlos abgewickelt wird.

Kündigung des alten Girokontos

Damit Ihre schriftliche Kündigung ohne weitere Probleme ausfällt, haben wir für Sie eine Musterkündigung zusammengestellt.

Musterkündigung

Max Mustermann

Musterstraße 123

54321 Musterstadt

Altbank

Abteilung Privates

Finanzstraße 321

12345 Bankenbach

Girokontokündigung

IBAN: XXXXXXXXXXXX

BIC: XXXXXXXX

Kontoinhaber Max Mustermann

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich das oben angegebene Girokonto zum Ende des Monats. Bitte überweisen Sie mir das Restguthaben auf folgendes Konto:

Max Mustermann

IBAN: XXXXXXXXXXXX

BIC: XXXXXXX

Neubank

Ich bitte um eine Bestätigung der eingegangenen Kündigung.

Mit freundlichen Grüßen,

Max Mustermann

(Unterschrift)

Schriftliche Kündigung

Orientieren Sie sich an dem Musterschreiben, fertigen Sie eine schriftliche Kündigung an, unterschreiben diese mit Ort und Zeitangabe und schicken Sie sie per Post an die Bank. Gibt es in Ihrer Nähe eine Filiale, besteht die Möglichkeit die Kündigung in den Briefkasten zu werfen oder persönlich abzugeben. Eine Kündigung per Mail oder über eine Hotline reicht meistens nicht aus.

Falls Sie innerhalb der nächsten 14 Tage keine Rückmeldung über die eingegangene Kündigung bekommen, können Sie ein Einschreiben versenden, um sicherzustellen, dass die Kündigung wirklich eingegangen ist.

Die Kündigung Ihres alten Kontos, wirkt sich keines Falls negativ auf Sie aus. Somit haben Sie bei der Schufa einen Faktor weniger, der Sie belasten könnte und zum anderen haben Sie so Ihr Vermögen auf einem Konto gebündelt und können es besser überschauen.

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