Schnell handeln und Überschuldungssituationen vermeiden

Immer mehr Menschen geraten in eine Schuldenfalle und letzten Endes in eine Überschuldung. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig und komplex. Im Falle einer drohenden Überschuldung gilt es rasch zu handeln.

Betroffene handeln oft zu spät

Zu den häufigsten Gründen, die zu einer Überschuldungssituation führen, gehören der Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung vom Partner, längere Krankheiten, Berufsunfähigkeit und unterschätzte Kredite. Der Übergang von Schulden machen und Überschuldung ist meist fließend und Betroffene handeln oft zu spät, um die Konsequenzen einer Überschuldung möglichst gering zu halten. Wer sich in einer Schulden- oder gar Überschuldungssituation befindet, der sollte also schnell handeln und sich im besten Fall professionelle Unterstützung suchen. Allgemein bezeichnet man eine Person als überschuldet, wenn die monatlichen Einnahmen dauerhaft nicht ausreichen, um die monatlichen Kosten zu decken. Hierbei ist bereits vorausgesetzt, dass der Betroffene seinen Lebensstandard reduziert hat und seine Ausgaben zu senken. Um den Schaden möglichst zu begrenzen, gilt es daher zeitnah folgende Schritte einzuleiten:

Nicht benötigte Verträge und Versicherung kündigen

Oftmals summieren sich kleinere Beträge zu einer beachtlichen monatlichen Summe. Um die monatlichen Ausgaben so weit wie möglich zu reduzieren, gilt es zunächst einmal sämtliche nicht notwendig benötigten Versicherungen, Verträge, Abos und Co. zu kündigen. Ein weiterer sehr wichtiger Schritt ist ein Gespräch mit der Hausbank.

Kontopfändung verhindern und liquide bleiben

Kontopfändungen sind kein seltener Vorgang. Allein in Deutschland werden jeden Monat über 300.000 Kontopfändungen durchgeführt. Um sich im Falle einer Überschuldung effektiv vor einer solchen Pfändung des eigenen Kontos zu schützen, sollte man ein sogenanntes P-Konto in Anspruch nehmen. Dieses ist prinzipiell ein normales Girokonto, das P im Zusatz steht jedoch für Pfändungsschutz und garantiert einen Schutz vor Geldpfändungen bis zu einer bestimmten Betragsgrenze. Der Pfändungs-geschützte Betrag liegt derzeit bei 1.133,80 Euro und kann sich durch Faktoren wie Unterhaltszahlungen oder weiteren Zahlungspflichten gegenüber Dritten (auch Medikamente oder Kinderbetreuungskosten) erhöhen. Prinzipiell sind alle Banken und Kreditinstitute dazu verpflichtet, ein Konto ihrer Kunden auf Wunsch in ein Konto mit Pfändungsschutz umzuwandeln. (Infoquelle: Vexcash.com)

Regelmäßige Ausgaben reduzieren

Als nächsten Schritt sollte man möglichst viele regelmäßige Ausgaben streichen, solange man sich in der finanziellen Notsituation befindet. Oftmals lassen sich die monatlichen Ausgaben bereits ohne große Einschränkungen um 10 bis 20 Prozent reduzieren.

Keine Scheu vor dem Schuldnerberater

Es ist nie verkehrt, einen professionellen Schuldnerberater aufzusuchen, wenn man in einer gefährdeten Situation ist, je höher die Verschuldung, desto eher besteht die Gefahr, wichtige Aspekte innerhalb der eigenen finanziellen Situation zu übersehen, ein Experte kann hier professionelle Unterstützung bieten und verhindern, dass wichtige Aspekte vergessen werden. Gemeinsam mit dem Schuldnerberater lässt sich ein Konzept entwickeln, mit dem man mittel- bzw. langfristig wieder aus den Schulden kommt. Möglicherweise kann ein Vergleich erzielt werden oder der Schuldnerberater kennt eine andere Kreative Möglichkeit, die Last der Schulden zu minimieren.

Wer rechtzeitig dafür sorgt, dass die monatlichen Ausgaben reduziert und unnötige Ausgaben eingestellt werden hat gute Chancen schnell wieder aus einer Überschuldungssituation herauszukommen. Wenn man alleine nicht in der Lage ist seine finanzielle Situation zu beurteilen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, der sollte sich zeitnah um professionelle Unterstützung bemühen.

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